Mittwoch, 01.08.2012

Ya Hozna

Dank stundenlangem Stau auf der Autobahn kam ich leider zu spät und verpasste den "Captain Beefheart Poetry Matinee Contest" von Ben Watson und die Band Fifty II 50 ... schade, die Schlusstakte klangen ganz nett.  Also ging es mit Ya Hozna los und mit Zappaklängen ist das ja schon mal ein ganz guter Einstieg in das Festival. Auf myspace gibt´s zur Erinnerung ein paar Beispiele ihres Könnens.

The Yellow Snow Crystals

Der gute Ruf ging ihnen schon voraus. Nach dem tollen Auftritt im letzten Jahr, waren die YSC wieder da, um für gute Unterhaltung zu sorgen. Bei Gitarrenparts auf der Posaune und frechen Übersetzungen kam wieder einmal beste Laune auf. Was Paul Hubweber da mit seinen Mitmusikern und Sängern auf die Bühne bringt, ist einzigartig und macht einfach nur Spaß.

Sandro Oliva

Ein paar eigene Kompositionen gab es auch, der Großteil seiner Show bestand jedoch aus Zappa´s Garrick Theatre Aera, wunderbar unterstützt durch Tom Op Het Broek (vocals, pachuco improvisations). Das kam ebenso frech und provozierend rüber, wie es gemeint war. Sandro ist ein begnadeter Gitarrist und holte sich Top-Musiker, mit denen er z.T. schon lange zusammen arbeitet für diesen Auftritt. Mehr Bilder von diesem Gig könnt Ihr auf Sandro´s Site sehen.

  

  

Donnerstag, 02.08.2012

Co de Kloet - The Supplement Tape live, feat. Gary Lucas and George Duke

Co de Kloet berichtete mit etlichen Tonbeispielen über das legendäre Supplement Tape. Anschließend inszenierte er eine Neuauflage unter Mitwirkung von Gary Lucas und George Duke. Viele nette Anekdoten kamen zutage, die Stimmung bei allen Beteiligten war bestens (auch Robert Martin befand sich unter den Zuhörern). Und wir, die wir gebannt zuhörten, bekamen interessante Infos und warten jetzt auf die von Co versprochene Ausstrahlung via Internet.

Fried Dähn & The Yellow String Quartet

Ungewöhnlich für ein Festival, aber so ist nun mal die Zappanale: Das erste Konzert auf der Mainstage war klassischen Werken vorbehalten und ein wenig Zappa gab´s obendrein. Timo de Leo (Violine), Konrad Balik (Violine), Benjamin Hartung (Viola) und Friedemann ‚Fried’ Dähn (Cello) spielten Werke von Igor Strawinsky, Dimitri Schostakowitsch, Joseph Haydn, Terry Riley, Fried Dähn und Frank Zappa. Insgesamt nicht immer leichter Stoff aber sehr atmosphärisch.

Gargantua

Sehr interessante Klänge kamen von der polnischen Formation Gargantua, die bereits im Vorfeld damit angekündigt wurden, dass sie die Schrägszene vertreten würden. So sehr schräg war es jedoch nicht, ganz im Gegenteil: Gargantua lieferten allerbeste Progklänge früherer Zeiten. Schade war, dass es irgendwie nicht mit dem Soundcheck hinhauen wollte. Einige Unterbrechungen ("more guitar on the drums...") rissen leider das Gesamtkonzept des Konzertes auseinander.

Triggerfinger

Mit ungeheurer Dynamik, aber auch Lautstärke machten Triggerfinger auf sich aufmerksam. Mit irrwitziger Körpersprache und Mimik spielten die drei einen geradlinigen, rockigen Gig, der mich eine gute halbe Stunde lang mitriss. Dann aber wiederholte sich das alles und es wurde irgendwie langweilig. Absolut grottig wurde es, als sie ihre poppige Hitsingle spielten, mit Drums aus der Konserve. 1,5 Stunden Konzertlänge ist wohl nur etwas für Fans.

Jean-Luc Ponty & George Duke - The Brothers Of Invention

Schon am zweiten Tag das Sensationskonzert, ungewöhnlich aber anders war es nicht machbar. Jean-Luc Ponty war vor zwei Jahren erstmals bei der Zappanale und hatte keinen unwesentlichen Einfluss darauf, dass nach jahrelangen Bemühungen George Duke nach Bad Doberan kam. Große Freude bei allen, die 2010 schon da waren, als sie sahen, dass Ponty wieder seinen Bassisten mitbrachte. Er gehört mit zu den Besten an den vier Saiten. Auch der Keyboarder wusste zu begeistern. Wir mussten nicht lange auf "King Kong" warten und es wurde frenetisch abgefeiert. Ein paar Titel von George Duke und ein paar Eigenkompositionen Ponty´s rundeten dieses einmalige Konzert ab.