Warm-Up-Party am Kamp

   

Den Opener machten nun schon fast traditionell Zappnoise aus Stralsund. Nach erneut verändertem Line-Up wagten sie den Auftriff ohne vorherige Proben mit den Gästen Hakan (Arnie Fruit Quartet) und den String Trash Musikern Siglinde, Stoni und Mick.

Zappnoise

Agnete Granitzka (voc., keyb.), Carien Streng (flute), Kevin Nestler (trumpet), Andreas Safran (sax), Sven Schönfeld (sax), Stefan Berg (drums), Jörn Bantow (bass), Peter Görs (guitar)

  

O-Ton Provinztheater: Die Musik des Provinztheaters kann man gut und gerne, schlicht und einfach, ohne schlechtes Gewissen und ohne jemandem dabei auf die Füße zu treten, Volksmusik nennen. Das Provinztheater spielt dabei vielleicht nicht einmal Volksmusik, aber sehr wohl Musik für das Volk. Musik, die das Volk hören soll, komme was wolle.

 

Die sieben sympathischen Musiker rumpeln sich liebevoll und stilsicher mit Tuba, Akkordeon, Kontrabass, Stromgitarre, Kuhglocken und dem Biest am Schlagwerk quer durch die musikalische Botanik – direkt in die Herzen und Füße ihres Publikums. Pawel Kowalczik regiert das Theater mit herber Stimme und treibt die Zuhörer zu Höchstleistungen an. Die Energie und Spielfreude der Mannen überträgt sich sofort in Kopf, Arm und Bein des Zuschauers.

 

Neben der Musik ist das Wort “Theater” natürlich keine bloße Zierde. Inszenierung ist immer ein Bestandteil des Provinztheaters gewesen und wird es auch weiter sein. Das Spiel mit Identitäten, Rollen und Erwartungen wird auf die Spitze getrieben. Irgendwo zwischen dem Humor von Monty Python, einem Schnappschuss Dadaismus, kleinem Kindertheater und einer Prise Heino. Wie soll man diese Mannigfaltigkeit besser beschreiben, als mit dem neuen Attribut: Hurra!

 

Jawoll!!! Genauso war´s :-)

Provinztheater

Pawel Kowalczik (der große Töne-Spucker), Franz Förster (der Drahtseilartist), Eberhardt Linde (das Biest),
Anton Stadler (der Quetscher), Erik Falkner (das wandelnde Winderwerk), Richard Duwel (der Meister der dunklen Saiten), Ludwig van Bockum (das Wunderkind)

  

Ein vielumjubeltes Highlight war der Auftritt von Mats & Napi. Zappa satt in schmalster, aber hochkarätiger Besetzung. Das war schon mal eine tolle Einstimmung aus das, was an den folgenden Tagen noch kommen sollte!

Napoleon Murphy Brock & Mats Öberg

Napoleon Murphy Brock (voc, sax, flute), Mats Öberg (key)

  

Im Kamp Theater folgte die Cynthia Plaster Caster Show "Talking Dick & Tit". Zur Einstimmung spielten Inventionis Mater. Auf die lauten Töne von der Kamp-Bühne folgte nun leises, Aufmerksamkeit forderndes Spiel zweier begnadeter Musiker. Dass dabei durchaus fröhliche Stimmung aufkommen konnte, bewiesen unter anderem einige Zappateers, die ab und an ihre Textfestigkeit unter Beweis stellten.

Inventionis Mater

Pierpaolo Romani (clar.), Andrea Pennati (guitar)

  

Was für ein Thema! Was für eine grandiose Erzählweise von Cynthia Plaster Caster, unterstützt von der frechen, eigenwilligen Moderation und Übersetzung von Jim Cohen. Wenn es nach Cynthia gegangen wäre, hätte der Abend noch stundenlang weiter gehen können. Jim hatte Mühe, dass der Zeitrahmen einigermaßen eingehalten wurde.

Cynthia Albritton

Cynthia Plaster Caster is talking about dicks and tits