15.07.2016 - Ausstellung

  

Z.E.R.O. war in diesem Jahr die erste Band, die in den Ausstellungsräumen spielte

  

  

Kevin Crosby - ukulele, bass and balloon animals
Alli Bach - Vocals, percussion and tap dancing
Juliana Brandon - vocals, kazoo and human theremin
Ted Clifford - keyboards
Rupert Kettle - guitar, ukulele and pedal steel

 

Dass sie es live genauso können, wie im Studio bewiesen Z.E.R.O. eindrucksvoll. Das ursprünglich geplante Set wurde kurzerhand auf 60min Spielzeit ausgebaut und die fünf wurden frenetischabgefeiert.

 

Die CD ihrer letzten Produktion war binnen kürzester Zeit ausverkauft und alle, die sie erworben haben, können sich auf ein wunderbares Hörerlebnis freuen. Die darauf eingespielten "Gimmicks" konnten live leider nicht geboten werden.

  

  

15.07.2016 - Festivalground

  

Lex Bronkowitz Orchestra

  

Gerade noch rechtzeitig schaffte ich es zur Rennbahn. Den Auftritt vom Lex Bronkowitz Orchestra wollte ich auf gar keinen Fall verpassen.

  

Lex Bronkowitz

  

Was für ein genialer Einstieg in den offiziellen Teil des Festivals. Gerade einmal Freitagnachmittag und es wurde jetzt schon richtig voll vor der Bühne. Lex schaffte es nun doch nicht, mit einem Bläsersatz aufzutreten, was wohl aber niemand vermisst haben dürfte. Gespielt wurde in der Besetzung:

 

Lex Bronkowitz - Guitars / Arrangements
Katharina Debus - Vocals
Frieder Loch - Rhodes
Carl Albrecht - Bass
Philip Mestwerdt – Drums 

  

  

Nein ... was da noch so zu hören ist, ist keine Tonstörung. Es war unglaublich windig und haarscharf daran vorbei, dass das Festival unterbrochen werden musste. Das Wetter meinte es wahrlich nicht gut mit uns. Mit dem Wind kam die Kälte und immer mal wieder ein z. T. kräftiger Schauer.

  

  

Cowboys From Hell

  

Das schweizer Powertrio Cowboys From Hell

  

Christoph Irniger, Sax & Fx

Marco Blöchlinger, Bass & Fx

Chrigel Bosshard, Drums

 

"Wenn die Cowboys auftreten, bleibt kein Stein auf dem anderen. Das Trio unternimmt seine wagemutigen musikalischen Streifzüge durch Stile und Melodien, als rauschte ein Blizzard durch die Gassen. Mit waghalsigen Arrangements wird ein Sturm erzeugt, der Dächer abdeckt und Bäume umlegt. Saalschlacht ist Programm. Mal dampfen Funk-Grooves, dann rauchen die Rock-Kanonen, und dann wieder folgen wilde Impros." ...

 

Soweit aus dem Promotext. Ok, es war schon recht druckvoll, aber wer die Titel nicht kannte, wusste nun beim besten Willen nicht, an welchen Stellen "wild improvisiert" wurde.

Und da war es: Mein Problem mit der diesjährigen Zappanale. Viel zu viele angeblich zumindest zappaeske Bands kannte ich nicht und irgendwie hatte ich so gar keine Lust, mich auf nicht Zappa spielende Bands einzulassen. So verließ ich die Cowboys nach ca. 30 Minuten. Keine Bereitschaft ... kein Zugang! Und was bitteschön sollte daran auch nur ansatzweise zappaesk sein? Da kenne ich etliche Bands der frühen Krautrockaera, die genauso jammten und mich recht schnell mit dem versprochenen Blizzard erwischten (Missus Beastly und Guru Guru seien da zuvorderst genannt).

 

Später vergewisserte ich mich nochmal, ob denn die Mystery Stage noch steht: Nö ... kein Dach abgedeckt - alles steht noch. So doll wird´s also nicht gewesen sein, was ich verpasst habe.

  

  

  

The Muffin Men feat. Denny Walley & Ed Mann; special guest: “Candy” Zappa

  

The Muffin Men

   

Roddie Gilliard: bass, vocals
Paul 'Rhino' Ryan: drums, vocals
Ian 'Jumpy' Jump: lead guitar, vocals
Phil Hearn: keyboards, vocals

 

Nach den Proben (die finden in den Kellerräumen unter den Ausstellungsräumen statt) hatte ich die Gelegenheit, mit Ed Mann zu sprechen. Er war völlig begeistert von Roddie & Co. Die Muffins kannte er bislang gar nicht und ich erzählte ihm, dass dies eine der ersten Zappa Tribute Bands ist, die nun schon 27 Jahre auf dem Buckel haben. Ed war beeindruckt und zollte jedem einzelnen Musiker seinen Respekt.

 

Was dann nach den Proben hier an der Rennbahn abging, war eines der beeindruckensten Konzerte in diesem Jahr. Denny Walley war außerordentlich motiviert und übernahm diesmal einige Gesangsparts.

Neben Zappamaterial kam auch ein wenig Beefheart zum Einsatz ... eine prima Einstimmung auf das, was heute noch kommen sollte.

 

Kein Halten mehr, als Candy Zappa auf die Bühne kam und eine dermaßen soulige Version von Cosmic Debris sang, dass es uns umhaute. Was hat diese Frau für eine Kraft in ihrer Stimme! Zusammen mit ihrem Mann Nolan Porter (jawoll: genau der) sang sie noch ein paar Titel und ließ sich zurecht abfeiern.

  

  

  

Stabat Akish

  

Stabat Akish

 

Für viele sicherlich der Geheimtipp in diesem Jahr. Ich werde mich zuhause mal damit beschäftigen. Live kam hier und jetzt nicht so viel bei mir rüber. Zumindest klang es interessant.

  

  

The Magic Band

  

Magic John “Drumbo” French & Band

  

John “Drumbo” French – Vocals, Harmonica, Saxophone, Drums
Max Kutner – Guitar
Eric Klerks – Guitar
Brian Havey – Keyboard
Andrew Niven – Drums

 

Die Moderne hat bei der Magic Band Einzug gehalten. Der Bass kam diesmal aus einem computergesteuerten Keyboard. Nun gut ... geht auch. Fetter Sound und ein Drumbo in Höchstform.

 

Oft gesehen, immer gut gefunden, diesmal am Besten. Dazu trug auch Max Kutner bei, scheinbar ein Multikulti Talent. Gerade erst 2015 dazu gekommen, fügte er sich als Leadgitarrist nahtlos ein in die recht vertrackte Musik. Schon bei den Grandmothers Of Invention fiel er mit seinen Gitarrensoli positiv auf. Bei Mike Keneally´s Projekt REDCAT hatte er sicher auch keinen einfachen Part, aber Beefheart ist schon mal ne Nummer für sich und die meisterte er hervorragend.

  

  

  

Genug für heute. Morgen geht es wieder früh raus, daher streiche ich jetzt October Equus. Free Jazz und Experimentalrock hatte ich mit der Magic Band genug. Vier begeisternde Konzerte lassen zudem schon am ersten Tag das Gefühl aufkommen, dass es sich wieder einmal gelohnt hat, hierher zu kommen.