17.07.2016 - Ausstellung

   

  

Inventionis Mater

 

Pierpaolo Romani, clarinet and bass clarinet
Andrea Pennati, classic guitar

 

Der einzige Auftritt nach ihrem Konzert in der Hauptkirche

St. Katharinen zu Hamburg fand in der Ausstellung statt.

 

Material aus ihrer aktuellen CD "Zapping" kam ebenso zum Einsatz, wie Nicht-Zappa-Material.

 

Audience Participation fand statt, es wurde gelacht und alle genossen die entspannte Atmosphäre, von der sich auch Bunk Gardner einfangen ließ. Eigentlich standen für ihn Proben zum heute anstehenden Konzert mit dem Yellow String Quartet statt, aber er war fasziniert von dem Können von Pierpaolo, den er ganz genau beobachtete und mit dem er nach dem Konzert ausgiebig fachsimpelte.

  

  

Frank Freaks Out

 

In diesem Jahr widmete Frank Wonneberg seinen Vortrag dem Thema der Ausstellung.

 

Sehr interessanten Ausführungen zur LP "Freak Out!" mit diversen Klangeinspielungen unterschiedlicher Pressungen folgte ein Rundgang durch die Ausstellungsräume.

 

  

  

17.07.2016 - Festivalground

  

Nach Schließung der Ausstellung begannen wir mit dem Abbau. Das zog sich bis ca. 16.oo Uhr hin, sodass

ich nicht an der Versammlung der Arf Society teilnehmen konnte und auch den Vortrag von Jim Cohen verpasste.

 

The Dorf

 

standen eh nicht auf meinem Programm. Was ich bislang auf YouTube sehen konnte, bzw. hören musste, schreckte mich doch ziemlich ab. Mit "utopian beats & krautrock/jazz/trance/noise" beschreibt diese Big Band  recht gut, was sie produziert. Grundsätzlich nix für mich und schon gar nicht an einem Sonntag Morgen.

 

HyperCulte

 

fand ich zumindest von dem, was über sie zu lesen ist, spannend. Recht schnell suchte ich jedoch das Weite. Hip Hop, nervige Dance Loops und eintönige Melodien sind m. E. hier nicht nur völlig Fehl am Platz, es nervte einfach nur noch ab.

  

  

The Grandmothers & The Yellow String Quartet feat. Ed Mann

  

trafen da schon eher meinen Geschmack. Ein grandioses Zusammenspiel und auch heute bestens aufgelegte Grandmothers spielten ein zeitweise zwar "anstrengendes" Repertoire, aber Don & Bunk verstanden es, dieses mit ein paar Sprüchen und ein paar Witzen aufzulockern. Hier stand einfach Klasse auf der Bühne, das perfekt miteinander harmonierte.

  

  

  

  

Goodbye Session

  

  

Dies war nach vielen Jahren mal wieder eine grandiose Session. Keine Ergänzung der letzten Band, die auf der Mainstage auftrat, mit weiteren Musikern, die gemeinsam noch ein paar Titel spielte, sondern ein spontan zusammengewürfelter Haufen von Musikern, die Lust hatten, ein wildes Abschlussspektakel zu liefern.

 

Neben ein paar Muffins tummelten sich Candy Zappa, Nolan Porter, Ed Mann, Denny Walley, ein paar Z.E.R.O.s und immer wieder wechselnde Schüler der Rock Academy unter der spontanen Leitung von Paul Green auf der Bühne. Paul griff selbst auch zur Gitarre. Und: Andrea Pennati mit sichtlich Spaß an der E-Gitarre.

 

Spontan kommt mir wieder in den Sinn: Paul is back! Denn genau acht Jahre ist es her, dass solch ein würdiges Chaos das Finale einer Zappanale einläutete. Damals wie heute unter der Regie von Paul Green!

  

  

  

  

Für das Jazzprojekt Hundehagen war ich jetzt zu kaputt. Der Abbau der Ausstellung steckte mir nun doch etwas in den Knochen. Zusammen mit den üblichen Verdächtigen zog ich mich auf ein Feierabendbierchen

in den Backstagebereich zurück.

  

  

Was bleibt ...

   

... in Erinnerung? Gewiss nicht die wieder einmal beste Zappanale aller Zeiten, aber eine gute! Das, was in diesem Jahr unter zappaesk gebucht wurde, traf zumeist nicht meinen Geschmack. Einzig Hazmat Modine konnte mich überraschen. Mit Stabat Akish werde ich mich mal beschäftigen. Aber es waren hervorragende Bands am Start, die sich der Musik des Meisters widmeten (ZBMF waren der Hammer).

 

Ein wesentliches Kriterium für eine gute Zappanale ist die Atmosphäre auf dem Gelände und die war wieder einmal geradezu heimelig. Ein Treffen mit Freunden, neue kamen hinzu, ein paar wurden vermisst (einen habe ich glatt übersehen ... vielmals sorry, Volkmar), shoppen bei Ulli, Smalltalk mit Veranstaltern und Musikern, spannende Neuigkeiten (die Urmutter der Zappanale Peter hat einen Tag vor seinem Auftritt mit Zappnoise geheiratet), der Kampf mit der Halbmeterwurst und viele Dinge mehr, die zu eben diesem Festival einfach dazugehören, lassen Freude auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr aufkommen. Am Wetter müssten wir allerdings mal wieder arbeiten.

 

Die Zusammenarbeit mit Dieter und Robert für die Ausstellung, die Vormittage dort mit den vielen Besuchern und den tollen Konzerten und sogar der anstrengende Abbau waren erneut ein einmaliges Erlebnis.

Was bleibt, ist auch der 3-CD-Pack zur Zappanale #26. Nur hätte diese genial zusammengestellte Box einen besseren Sound verdient gehabt. Bei mir bleiben wird auch Candy Zappa´s Buch mit persönlicher Widmung, ebenso wie die signierten CDs von Z.E.R.O. und Inventionis Mater sowie der inzwischen leider schon sehr geschrumpfte Pink Poodle von Kevin Crosby.

 

Ich hoffe, ich bin nicht allzu vielen Leuten auf den Keks gegangen, wenn ich mit meinen 189cm vor der Bühne fotografiert habe (alle Bilder sind auf der Zappanale Website zu sehen) und ich hoffe, die Texte zu den Bands auf der Zappanale Website im Vorfeld des Festivals waren ausreichend informativ und haben Lust auf die Zappanale gemacht.

 

Danke Wolfhard, danke Arf Society, danke Paul und deinen Schülern!
  
Burkhard